• Harald Kopeter

Wochenabo statt Monatsabo?

Wie viele Wochen hat ein Monat …?

Selten, doch immer wieder mal kommt es vor, dass Abos mit dem Preis pro Woche angeboten werden. Der Mobilfunker A1 beispielsweise bietet den Bfree-Tarif nicht für einen Monat sondern für 30 Tage an und „verkürzt“ somit das Jahr auf 360 Tage – wir allerdings denken mehrheitlich bei 30 Tagen an einen ganzen Monat.


Besser noch wirkt sich diese (kleine) Manipulation aus, wenn Sie den Preis pro Woche angeben und Ihr Mitbewerber pro Monat. Ein Beispiel: Ein Premium-Fitnessclub bietet die Basismitgliedschaft um 24,90 Euro pro Woche an, die Mehrheit macht es sich einfach und rechnet mal vier Wochen und kommt auf einen Monatsbeitrag von 99,60 Euro. Der einige hundert Meter entfernte Mitbewerber – ebenso ein Premium-Club mit gleichen Leistungen – bietet das Monatsabo um 99,90 Euro an. Für den Konsumenten ist der Unterschied kaum sichtbar, für den Betreiber ist er jedoch riesig:


Weil wir es uns einfach machen und vier Wochen für einen Monat rechnen, zahlt der Kunde mit dem Wochenabo um 24,90 Euro einen um rund acht Prozent höheren Jahresbeitrag von 1.297,80 Euro. Der Monatszahler jedoch überweist einen Beitrag von 1.197,80 Euro.


Für den Betreiber bedeutet das bei 2.000 Abonnenten einen Mehrumsatz von 192.000 Euro. Da kaum mehr Kosten anfallen, macht dieser dann auch um 192.000 Euro mehr Deckungsbeitrag oder Gewinn!

"Stellt man eine Weiche, verschiebt sie sich nur wenige Zentimeter – aber letztlich landet der Zug in Hannover und nicht in Rom". - Martin Paris, Psychiater

Außerdem: € 24,90 klingt verlockend wenig und Sie sind damit weit weg von der € 100.- Hürde.


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